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Maschinen- und Betriebshilfsring Freising e.V.

Landwirtschaftliche Maschinengemeinschaft Moosburg/Erding GbR

Zuckerrübentransport in Eigenregie!

Nachdem 1991 die Bahnverladung für Zuckerrüben aufgegeben wurde, wurde im gleichen Jahr die Abfuhrgemeinschaft Moosburg gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Martin Schredl aus Niederambach gewählt.
Im ersten Jahr wurden nur die Rüben der ehemaligen Verladegemeinschaft Moosburg transportiert. Risikoreich, aber zukunftsorientiert wurden dazu drei LKW Zugmaschinen und eine neue Ropa Verlademaus angeschafft. Ein Jahr später „durften“ sich die Landwirte aus der Verladegemeinschaft Langenbach anschließen. Im Jahr 1992 wurde die Gemeinschaft erweitert, wobei sich nach zähem Ringen die Zuckrrübenanbauer aus dem Landkreis Erding anschlossen.  Zehn Gliederzüge waren mittlerweile notwendig, um die Rüben zur Zuckerfabrik nach Regensburg zu transportieren. Es wurden 1740 Züge Zuckerrüben bewegt. 1995 kamen auf eigenen Wunsch die Rübenanbauer, die die Rüben in Freising verladen haben, hinzu. Im Jahre 1996 wurden der Abfuhrgemeinschaft Moosburg/Erding, wie sie mittlerweile firmiert, das Zuckerrübenanbaugebiet Mühldorf/Altötting angeboten. Nach zahlreichen, z.T. schwierigen Verhandlungen, haben sich die Anbauer entschieden, sich 1997 anzuschließen. Die geographischen Gegebenheiten, Zuckerrüben aus den Landkreisen München, Freising, Erding, Mühldorf, Altöttung und sogar noch aus Traunstein  zu roden, laden und transportieren, erforderten ein ausgeklügeltes Management und Organisationstalent, um dies alles auf die Reihe zu bringen.

Als zusätzlichen Service wurde den Betrieben der Rübenschnitzelrücktransport angeboten, der gerne in Anspruch genommen wurde. In enger Absprache mit Südzucker hat sich die LMG als „Pilotabfuhrgemeinschaft“ bereit erklärt, die Zuckerrübenmieten mit Stroh gegen Frost und Kälte abzudecken. Ein eigens dafür angeschaffter Spezialstrohhäcksler, zum Anbau an einem SF Häcksler, wird bis zum heutigen Tag eingesetzt.

1998 war mit 2755 Zügen das höchste Transportaufkommen. Es wurden die Rüben mit 12 Gliederzügen nach Regensburg und Plattling transportiert. Bei der 16-h-Anfuhr wurden die Rübenmengen der einzelnen Rübenanbauer über ID-Karten an die Fabriken gemeldet. Im Zuge der Änderungen der Zuckermarktordnung in der EU, wurde 2007 die Fabrik Regensburg geschlossen. Neue Stammfabrik wurde Rain. Zugleich wurde die 24-h-Anfuhr mit Meldungen der Rübenmengen über Transpondertechnik eingeführt. 2010 kam der erste Sattelauflieger zum Einsatz. Es wurden mit nur noch 5 Transporteinheiten 1800 Züge transportiert.

Als 1. Vorsitzender lenkte von 1991 bis 2008 Martin Schredl aus Niederambach/ Moosburg die Geschicke der Gemeinschaft souverän. Seit 2009 führt Georg Huber aus Oppolding/ Erding die Arbeit mit viel Tatkraft weiter.